
Was müssen Sie wissen ...
... es gibt für Hunde, die aus Osteuropa einreisen, ein osteuropäisches Reiseprofil. Diese Reiseprofile bieten alle Labore an.
Sie sollten vor einer Adoption oder Übernahme eines Pflegehundes bei der Organisation nach dem Ergebnis des Reiseprofils fragen.
Es ist ratsam den Test einige Monate nach Übernahme des Hundes zu wiederholen da einige Erkrankungen eine längere Inkubationszeit haben.
Die Wiederholung des Reisprofils ist dann sinnvoll, wenn sich der Hund in seiner neuen Umgebung eingewöhnt hat. Wenn er natürlich Symptome einer der Erkrankungen zeigt ist ein Tierarztbesuch notwendig.
Da sollte ein entsprechender Nachtest immer im Hinterkopf behalten werden.
Folgende Erkrankungen können auftreten:
Babesiose ( auch Hundemalaria genannt, eine Parasitenerkrankung) ist eine durch Zecken übertragbare, parasitäre Erkrankungen und hat eine Inkubationszeit von 5 - 33 Tage. Sie tritt, aufgrund Übertragung durch Zecken, in der Zeckenzeit (also Frühjahr bis Früherbst) auf. Zu den Symptomen zählen ein gestörtes Allgemeinverhalten, Fieber, gefolgt von Fressunlust, Gewichtsverlust und Mattigkeit. In weiterer Folge können sich blasse Schleimhäute (Folge der Blutarmut) und eine Gelbsucht (Ikterus) entwickeln. Es kann auch zur Ausscheidung von Blutfarbstoff mit dem Harn (Hämoglobinurie) kommen.
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Anaplasma phagocytophilum (Vektorübertragene Infektion, durch Bakterien)
Übertragung durch den Zeckenbiss des "gemeinen Holzbocks" und kommt in Nord und Mitteleuropa wie auch in Deutschland vor und gilt daher nicht als eine reine "Reisekrankheit". Symptome können blasse Schleimhäute, Nasenbluten und Lahmheiten sein - aber auch Durchfall, Erbrechen, eine erhöhte Atemfrequenz und geschwollene Beine können Anhaltspunkte für die Krankheit sein.
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Rickettsia (Vektorübertragene Infektion, durch Bakterien)
Bei der Rickettsiose handelt es sich um eine Infektionskrankheit die ebenfalls von Bakterien der Gattung Rickettsia hervorgerufen werden. Rickettsia conorii wird von der braune Hundezecke („Rhipicephalus sanguineus“) übertragen. Beim Hund verläuft die Infektion meist mild, wobei auch schwere, letale Verläufe möglich sind. Zu den Symptomen zählen unter anderem Fieber, Erbrechen, Durchfall, Petechien/Ekchymosen und Gelenkschwellung. Labordiagnostisch wird häufig eine Thrombozytopenie festgestellt.
Dirofilaria immitis
Herzwürmer (Dirofilaria immitis) sind in weiten Teilen Süd-, Zentral- und Osteuropas verbreitet. In diesen Regionen sind vor allem Hunde von einem Befall betroffen – etwa zehnmal häufiger als Katzen. Gemeinsam mit Füchsen und weiteren Tierarten gelten Hunde als Endwirte des Herzwurms. Übertragung durch Stechmücken. Eine kardiovaskuläre Dirofilariose beim Hund löst Symptome wie Husten, Atemnot und abnehmende Belastbarkeit aus. Meist treten die Symptome bei einer kardiovaskulären Dirofilariose erst unter Belastung auf. Also, wenn der Hund in Bewegung ist und sich mehr oder weniger anstrengt. In Ruhe sind Symptome häufig nur bei hohem Wurmbefall oder überhaupt nicht bemerkbar.
