Allgemein

Nachdem sie in Rumänien als reine Nutztiere betrachtet werden, werden sie dort unter spartanischen Bedingungen gehalten.

Den wenigsten wird ein schützender Unterschlupf bereitgestellt. Oft sind es bestenfalls Holzverschläge, wenn sie Glück haben mit etwas Stroh darin. Manche sind an "festen" Orten untergebracht, wiederum andere werden einfach als Selbstversorger frei gehalten, die dann dabei auch nicht selten verunfallen.

 Sie werden vorrangig zur (illegalen) Jagd "gezüchtet" und eingesetzt. Hierbei geht es weniger darum sportliche Trophäen zu sammeln, sondern sie sorgen bei der ländlichen Bevölkerung mit der erlegten Beute für das Essen auf dem Tisch.

Obwohl die Jagd mit den Windhunden in Rumänien illegal ist, gehen die Besitzer der Jagd in bestimmten Regionen mehr oder minder regelmäßig nach.

Neben der Versorgung durch erlegte Beute geht es durchaus aber auch um den "Spaß" bei der Jagd/dem Rennen, um Wetten auf den besten Hund und somit ums Geldverdienen bei einem  guten Abschneiden der Hunde.

Dazu werden Wettrennen auf Äckern und Feldern organisiert, wo sich die Besitzer treffen und ihre Hunde gegeneinander antreten lassen, um zu sehen, wer den besten Hund hat. Hierbei ist leider auch Doping ein großes Thema und ein Hund, der nach diesen Maßstäben nichts taugt, wird durchaus auch getötet.

 Anders als in Spanien wird die Jagd in Rumänien nicht als Tradition gepflegt, sondern sie wird zur Versorgung mit Wildfleisch oder auch zur Unterhaltung veranstaltet.

 Wer gute Hunde hat, kann so durchaus schnelles Geld machen. Die Hunde werden untereinander getauscht bzw. verkauft. Nicht selten wechseln die Hunde mehrmals die Besitzer.

Da rumänische Windhunde durchaus auch einen Schutztrieb vorweisen können und gern anschlagen, ist der eine oder andere auch als Wachhund geeignet. Ein Windhund der sich nicht für die Jagd eignet, fristet deshalb dann meistens ein trauriges, bitteres Leben an der Kette oder in einem Verschlag, um das betreffende Gelände zu bewachen.

 Derzeit ist vermehrt zu beobachtet, dass auch wieder irische Greyhounds eingekreuzt werden, um den Hunden zu höherer Geschwindigkeit zu verhelfen.

Manche Besitzer bestätigen auch, dass es immer wieder zu Diebstählen von „guten“ Hunden kommt, die dann zur Zucht und zum Jagdeinsatz verwendet werden. Nicht selten gehen diese Hunde dabei durch mehrere Hände.

Die Rumänen schätzen den Windhund also durchaus, allerdings nicht als Haustier, sondern nach wie vor als reines Nutztier. Die Haltung dieser Windhunde als Haustier ist in Rumänien eher selten.

Die Tierschutzpolizei ist bestrebt, die illegale Jagd zu unterbinden und daher werden immer wieder rumänische Windhunde beschlagnahmt, deren Besitzer bei der illegalen Jagd erwischt wurden.

Es kommt vor, dass nach einer Anzeige gegen die Jäger diese ihre Hunde erschießen und verschwinden lassen (um so Beweismittel zu vernichten) sodass man ihnen die illegale Jagd nicht nachweisen kann.

Die Windhunde kommen nach einer Beschlagnahmung dann in öffentliche Tierheime (public shelter), die nicht mit unseren Tierheimen zu vergleichen sind. In manchen finden teilweise noch regelmäßige Tötungen statt.

 Dort müssen sie warten, bis das Gericht über ihr weiteres Schicksal entscheidet.

Dies kann fallweise nur einzelne Hunde, aber auch, wie in der Vergangenheit schon öfter geschehen, bis zu 40-50 Hunde betreffen.

Wenn nach einer Beschlagnahmung die Besitzer der Hunde diese zurück haben möchten, dann verbringen die Hunde bis zum Gerichtsentscheid zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten bis Jahre in den Tierheimen.

Erst nach der Freigabe vom Gericht können sie an die Tierschutzvereine übergeben werden und auf die Suche nach einem neuen Zuhause gehen.

Sind die Formalitäten jedoch schnell geregelt und die Besitzer erheben keinen Anspruch mehr auf die Hunde, dann können sie nach entsprechender Vorbereitungung (Impfung, Kastration, Chip setzen) über Tierschutzvereine direkt in die Vermittlung.

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